8.1 Tadschikistan – the pamir highway


nach einigen tagen in dushanbe bin ich froh endlich wieder auf der strasse zu sein. das rad läuft wieder einwandfrei und es geht richtung berge. der pamir highway ist nach dem karakorum highway die zweithöchste asphaltierte strasse der welt, es gibt also einige höhenmeter zu überwinden. nach zwei tagen allein treffe ich pierre aus frankreich und simon aus deutschland, so nehmen wir als trio den ersten pass in angriff. für die 30 kilometer und 1700 höhenmeter bergauf brauchen wir knapp 6 1/2 stunden reine fahrzeit. nach einer rumpeligen abfahrt befinden wir uns in qalai-khumb, einer kleinen stadt an der afghanischen grenze. von nun an gehts immer am fluss entlang, immer mit blick auf die andere flussseite nach afghanistan und die hindukusch gebirgskette. es ist wie eine zeitreise, kleine lehmbauten, weizenfelder die per hand kultiviert werden, stroh wird mit dem esel transportiert. von nun an gehts ca. 400 km am fluss entlang, asphalt wird zur rarität und man muss sich zwischen sand, groben schotter und waschbrett entscheiden. von zeit zu zeit fährt man durch kleine dörfer, kinder begrüssen uns mit lautem geschrei, einige verkaufen früchte oder selbstgemachte säfte. die nächsten 200 km im wakhan-tal fahr ich mit simon. in ishkashim gibt es die möglichkeit den reisepass an der grenze abzugeben und ohne visum den afghanischen markt zu besuchen. leider ist die grenze geschlossen weil am vortag tadschiken von afghanen angegriffen wurden. die nächsten 200 km sind ein höllenritt. schlechte strassen und auch die höhe macht uns zu schaffen. oft ist die strasse nicht mehr fahrbar, wir müssen schieben und am ende des tages zeigt der tacho nicht mehr als 45 km an. die nächsten 3 tage gibt es keine dörfer mehr und wir müssen essen für diese zeit transportieren.




am zweiten tag am abend gibt es reis, aber irgendwie schmeckt alles nach benzin. der benzinkocher hat ein leck und das meiste essen ist ungeniessbar. also gibts die nächsten tage dosenfutter. nach dem khargush-pass (4344 m) sind wir endlich auf dem hochplateau und befinden uns nach knapp 3 wochen wieder auf einer asphaltstrasse. das hochplateau befindet sich auf 4000m und es ist wie eine mondlandschaft. am abend müssen wir leider feststellen, dass auch das wenige wasser und der kleine see an dem wir zelten, ungeniessbar und salzig ist. weder wasserfilter noch wasseraufbereitungstabletten machen das wasser trinkbar. wir halten eines der wenigen autos an und bekommen wasser, der tag ist gerettet. am nächsten tag werden wir wieder von der gastfreundschaft der tadschikischen nomaden überrascht. wir fragen nach wasser und werden prompt in die jurte eingeladen und werden mit tee, frisch gebackenem brot, schafjoghurt und yak butter verköstigt. jetzt sind wir murgab angekommen, nach 8 tagen gibts wieder die erste dusche und nach einem monat freu ich mich schon ein frisch gewaschenes t-shirt 🙂