Von Österreich nach Chile – Das Abenteur beginnt in Iquique – 01


9.7. & 10.7.2019

Eckdaten:

1. Auto: Mattsee – SBG Hbf (2 Autos)

2. Zug: SBG Hbf – Wien Meidling (Westbahn)

3. Zug: Wien Meidling – Wien Flughafen (Railjet)

4. Flug: Wien – Madrid (LATAM Airlines – operated by Iberia)

5. Flug: Madrid – Santiago de Chile (LATAM Airlines – operated by Iberia)

6. Flug: Santiago de Chile – Iquique (LATAM Airlines)

7. Bus: Iquique Flughafen – Backpacker’s Hostel Iquique (Turbus – Bus)

Gesamtanreisezeit: 34 Stunden

Story:

Wir starten um 12:15 Uhr von Mattsee Richtung Salzburg Hauptbahnhof mit zwei Autos – eines für unser Gepäck und eines für den Transport von uns selbst ?. Unsere beiden Eltern sind so nett und fahren uns.

Mit der Westbahn geht es nach Wien-Meidling. Von Wien-Meidling dann mit dem Railjet weiter zum Flughafen Wien. 11 Minuten bleiben uns für den Umstieg – das wird spannend. Der Einstieg in die Westbahn ist super – da dieser ebenerdig ist. Im Railjet sieht dies wiederum anders aus. Natürlich würde es auch Direktverbindungen von SBG zum Wiener Flughafen geben (mit dem Railejt). Diese kosten jedoch 60 Euro und das finden wir etwas too much ?. Wir bevorzugen daher die günstigere Variante mit einem abenteuerlichen Umstieg ?. Beim Zwischenstopp in Linz am Bhf überraschen uns Anna’s Schwestern mit einem kurzen Meet and Greet zum Verabschieden – wir freuen uns sehr sie nochmal zu sehen.

Next Stop – Wien Meidling: Der Bahnhof in Wien-Meidling ist nicht so groß und wir schaffen das Umsteigen samt Gepäck daher gut und kommen auch pünktlich am Wiener Flughafen an. Wir freuen uns vor allem auf ein Wagerl mit dem wir unsere Sachen besser transportieren können. Dafür benötigen wir einen Euro. Niko macht sich auf die Suche zum Wechseln – trifft dabei eine sehr nette Engländerin die ihm einen Euro schenkt – wir finden, es läuft ?.

Auf geht’s zum Check-In. Wir müssen unsere Gepäckstücke (2 Seidensäcke mit Radtaschen befüllt) noch folieren, damit wir sie offiziell als Gepäckstücke aufgeben können und die Seidensäcke nicht kaputt gehen (Kosten € 12/Stk).

Da der Flug nicht von LATAM selbst durchgeführt wird, sondern von Iberia bangen wir bis zum Schluss, ob der mit LATAM ausgemachte Preis für die Räder mit 100 Euro pro Rad und pro Strecke auch wirklich gelten wird. Denn Iberia rechnet normalerweise pro kg Übergepäck ab und das wäre extrem teuer. Iberia hatte den mit LATAM vorab vereinbarten Preis tatsächlich im System vermerkt und wir können unsere Räder zum vereinbarten Preis mitnehmen. ?

Wir bringen unsere Räder zum Sperrgepäck und ein wahnsinniger Angestellter SCHMEISST eines der Räder (trotz FRAGILE-Pickerl) Vollgas auf das Fließband. Wir zuckten zusammen bei dem Anblick und hoffen nur, dass noch alles ganz ist.

Unser erster Flug geht also von Wien nach Madrid. Der Flug hat Verspätung und, dass wir unseren Anschlussflug nach Santiago de Chile erreichen wird knapp. Das Flugpersonal sagt uns, dass das Gepäck erst mit dem nächsten Flieger ankommen wird, aber wir schauen sollen, dass wir den Flieger noch erreichen. Wir landen in Madrid und SPRINTEN zu unserem Anschlussflug, den wir zum Glück noch erreichen – sobald haben wir mit sportlichen Herausforderungen jedoch nicht gerechnet ?.

Ob bzw. wann unser Gepäck ankommt war zu dem Zeitpunkt unklar. Der Flug von Madrid nach Santiago dauert ca. 7 Std. – wir versuchen die Zeit zum Schlafen zu nutzen. In Santiago angekommen suchen wir sofort unser Gepäck, das zum Glück ganz normal ankommt. Nur die Radkartons haben einiges mitgemacht und wurden teils beschädigt. Wir müssen samt dem Gepäck nochmal neu einchecken und unsere Räder müssen in Santiago durch den Zoll. Alles läuft gut – wir müssen nur 3 mitgenommene Äpfel abgeben ?. Der Kontrolleur drückt ein Auge zu und eine Strafe bleibt uns verschont.

Unser letzter Flug dauert nur mehr 2,5 Stunden (Santiago nach Iquique) – schon bald sind wir da. Jetzt bleibt nur mehr die Frage – wie kommen wir in unser Hostel? Beim Exit Flughafen warten einige Taxianbieter winkend auf Passagiere. Sie werben mit Preisen von 3000 bis 17000 chilenische Pesos. Wir entscheiden uns für die Variante 3000 chilenischen Pesos und somit eine Fahrt mit den Bus (Turbus). Das Mädchen bei der Auskunft von Turbus ist sehr nett und sagt auch, dass die Mitnahme unserer Räder kein Problem ist und wir nichts Extra bezahlen müssen. Und das beste kommt erst – der Turbus fährt uns vor die Haustüre unseres Hostels. Einfach perfekt!

Nach 34 Stunden sind wir nun gut im Hostel samt unserem Gepäck angekommen. Wir holen uns einen Snack in der Umgebung und sehen es als unsere Verpflichtung auf jeden Fall gleich das Einheimische Bier „Cristal“ zu testen – Ergebnis: jaaaa, es schmeckt ?. Danach bauen wir – besser gesagt Niko ? – die Fahrräder zusammen. Einiges gehört nochmal nachgestellt, aber aktuelle Diagnose von Radprofi Niko: es dürfte trotz der Transportschäden der Kartons nichts Gröberes passiert sein – we are happy!!

Ganz schön k.o. von der Anreise, freuen wir uns aufs Bett. Morgen haben wir noch einen Tag um Iquique zu erkunden und wichtige Einkäufe, wie Lebensmittel, Benzin, Wasser, … für die weitere Reise mit dem Bike zu machen. Am Freitag geht es dann aber gleich in der Früh los mit der ersten Etappe.

Wir freuen uns schon sehr und melden uns bald wieder!!!

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